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Äpfel mit Birnen vergleichen ist ein deutsches Privileg.

Wenn ein Argument erst einmal stichhaltig klingt, dann sollte sich ein ehrlicher Deutscher nicht von etwas lästigem wie dem zugehörigen Kontext abhalten lassen, die potenzielle Aussagekraft zur gewünschten Meinungsbildung hin aufzubereiten. Generell sind Kontexte sachlich irreführend, insofern ihre Tendenz dem Tenor der Boulevardpresse widerspricht. (Vorsicht Ironie!)

Aber jetzt wissen wir doch alle, dass der Papst das Schlagen von Kindern legitimiert! Hm...? Jetzt versuchen wir doch alle einmal diesen reißerischen Satz zu verstehen und mit dem eigentlichen Kontext zu vergleichen. War da nicht eigentlich von "Würde" die Rede?! Während wohl gefühlt die Hälfte aller Deutschen (Hyperbel) nach den jeweiligen Überschriften den nachfolgenden Text nur noch in Gedanken konstruieren, anstatt weiter zu lesen, und sich freuen, dass die Moralapostel wieder ihr Fett wegbekommen, stehe ich eher staunend der willkürlichen Definition von Pressefreiheit kognitiv gegenüber.

Gerne dürfen wir dieses Thema auch persönlich erörtern und uns folgende Frage stellen: Erkennen Sie noch einen semantischen Unterschied zwischen "einen Klapps auf die Finger geben" und "sein Kind verprügeln und körperlich misshandeln"? Aus pädagogischer Sicht erschwert sich eine Logik einfacher Konditionierung ohne grundlegende Mechanismen der "negativen Verstärkung". Es ist absolut im Sinne des Menschen, Schmerz zu empfinden, damit Grenzen ersichtlich werden und Bedrohungen richtig eingeschätzt werden können. Haben Sie jemals versucht mit einem 2 Jahre alten Kind über das Gefahrenpotenzial scharfer Gegenstände zu debattieren? Die Argumentation des Kindes auf das eigene Recht der Selbstbestimmung würde mich natürlich interessieren, doch lieber verhinderte ich Schlimmeres sofort. Hinterher kann ich immernoch Pusten und Trösten, wobei der Schmerz nicht größer sein wird als ein völlig natürlich aufgeschürftes Knie.

Das Albtraumszenario der leidenden Kinder unter dem klassischen Erziehungsstil der Autoritären Eltern gleicht in dessen Belastung dem genauso verhassten Frontalunterricht bei Lehrern. Aber ich darf doch um ein gewisses Verständnis bitten, dass dies nicht in der Dogmatik historischer Disziplin stehen muss, sondern genauso modern weitergedacht werden darf, wie es der Versuch des anti-autoritären Erziehungsstils, was auch immer das genau bedeutet, verspricht. Hierzu ist schließlich die Würde des Kindes in den Fokus gerückt, von der bislang auch beim Papst die Rede war. Aber vorsicht; nicht dass jemand im Nachhinein die Meinung des Oberhaupts der Katholischen Kirche teilt. Prinzipien bleiben immer Gemeinschaftsprivilegien.

 

© ich atme auch 

13.2.15 19:05
 


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